unterrichtsethik

ich und dein körper

mir liegt sehr viel daran, dass du dich in deinem körper wohl fühlst. ganz egal, ob auf der matte oder fernab davon. gesellschaftliche konventionen erzählen uns, dass wir nur schön sind, wenn wir bestimmten normen entsprechen. nur etwas wert sind, wenn wir entsprechendes leisten. nur gute yogi*nis, wenn wir den lotussitz meistern, oder in allen lebenssituationen entspannt und gelassen sind. das ist alles überflüssig.

vielleicht wirst du es bei mir im unterricht nicht merken, aber mir ist egal, welche kleidung du trägst, ob du veganer*in bist, oder nicht. was der bmi über dich urteilt, ob dein haar frisch gewaschen ist oder anderes haar rasiert. doch was dir wohl auffallen wird: du wirst bei mir keinen spruch hören à la und diese übung zaubert dir den hüftspeck weg oder jetzt habt ihr euch das stück torte am wochenende wahrlich verdient.

für dich gilt: informiere mich. wenn du zum beispiel merkst, dass es irgendwo unangenehm zieht, dann sag bescheid. oder wenn dir klar ist, dass du nicht berührt werden möchtest während einer unterrichtsstunde. oder wenn du in bestimmten körperregionen nicht berührt werden möchtest, teile es mir am besten vor unterrichtsbeginn mit, oder währenddessen mit einem kurzen nein.

du und dein körper

eine frage, die ich oft im zusammenhang mit yogaunterricht höre: bin ich flexibel genug, um yoga zu machen? du musst nicht flexibel sein, um yoga machen zu können. es ist ganz egal, wie   flexibel du bist. flexibilität ist nicht per se total toll. klar, manche asanas erfordern ein hohes maß an flexibilität. aber gleichermaßen auch ein hohes maß an stabilität. und nur in der balance wird die asana langfristig für den körper heilsam und nicht schädlich sein.

mein fokus im unterricht liegt darauf, dass es dir gut geht bei dem, was du tust. ich möchte dir raum bieten, deinen körper und geist kennenzulernen

mantra

das singen von om und je einem mantra am anfang und ende des unterrichts gehört für mich als ein kurzes innehalten dazu. ich mache das in der form, die mir von meinen lehrer*innen weitergegeben wurde und letztlich auch dem traditionellen ashtanga vinyasa yoga entspricht. das mitsingen ist kein muss. aber ich lade dich dazu ein, den moment zu nutzen, die klangresonanz in deinem körper wahrzunehmen und dankbarkeit auszusprechen, dass du in diesem moment in den genuss kommst, yoga praktizieren zu dürfen.